Ich über mich

Am Ostersonntag, zur Zeit der Frühlingskräuter und Kirschblüten geboren, begleiten mich duftende Blättchen und bunte Blüten seit meiner frühen Kindheit. Von meinen Großeltern habe ich über die Verwendbarkeit vieler Pflanzen erfahren. Ich liebte es, wilde Früchte und Pflanzen zu sammeln und mit meiner Großmutter zu verarbeiten. Das Pflücken von frischen Kräutern für das Osteressen ist in meiner Familie eine Tradition, die wir jedes Jahr wiederaufleben lassen.
All diese Erfahrungen förderten meine Liebe zu Blühendem und Duftendem und spiegeln sich in meiner beruflichen Tätigkeit wieder.

Während meines Studiums konnte ich mein Wissen um die Verwendbarkeit heimischer Pflanzenarten und Zierpflanzen vertiefen. Mein persönliches Interesse gilt vor allem der einfachen und raffinierten Wildkräuterküche, besonders viel Freude machen mir selbstgemachte bunte Säfte und Limonaden aus Blüten. Aber auch die Verwendung duftender Wildpflanzen für Kräuterkissen und einfache Kräuterkosmetika kann das tägliche Leben individuell bereichern. Durch jahrelanges Ausprobieren, Verkosten und Verfeinern entstand ein reichhaltiger Erfahrungsschatz über die Verwendbarkeit ganz alltäglicher Pflanzen, der sich immer wieder erweitert.
Bei der Auswahl der von mir genutzten Wildkräuter und Gewächse ist es mir als Landschaftsökologin wichtig, dass es sich dabei um in unseren Breiten häufig und in Massen auftretende Pflanzen handelt, die von vielen “Unkräuter” genannt werden, die uns tagtäglich am Straßenrand, im Rasen und in Mauerritzen begegnen. Einerseits, weil ich finde, dass Pflanzen für den täglichen Gebrauch leicht und häufig zu finden sein müssen, andererseits um gerade jenen Pflanzen, die in unserer Kultur als “Unkräuter” unbeachtet und aus den Gärten verdrängt sind, wieder etwas von jener Wertschätzung entgegenzubringen, die sie ehemals genossen haben. Denn gerade diese Pflanzen, die uns heute so wertlos erscheinen, wurden und werden in anderen Kulturen als wichtige Vitamin- und Nährstofflieferanten, als Heil- oder Zauberpflanzen genutzt und verehrt. Lediglich in wenigen Regionen unserer Breiten finden einige von ihnen – etwa Brennnessel, Sauerampfer oder Bärlauch – in der traditionellen Gründonnerstagssuppe noch immer Verwendung.
Mich freut es daher um so mehr, als in den letzten Jahren frische Veilchen, Gänseblümchen, Brennnesseln und andere Wildkräuter immer häufiger als exquisite Gerichte in gute Restaurants Einzug gehalten haben. Denn auf unsere Teller gehören sie, um nicht nur unseren Körper, sondern auch um unsere Seele zu nähren.

Das Wissen um die Herkunft der selbstgepflückten Pflanzen erscheint mir als ein großer Vorteil des Wildpflanzensammelns, denn durch die Beobachtung und Auswahl der Standorte können Sie jenen Pflanzen beim Sammeln den Vorzug geben, die auf unverschmutzten und relativ naturbelassenen Stellen wachsen. Je nachdem, wie sorgfältig Sie den Pflückort aussuchen und damit Verschmutzungen und Umweltbelastungen ausweichen, bestimmen Sie die Qualität der Pflanzen selbst. Bei gekauftem Obst und Gemüse vom Markt oder Supermarkt können Sie meist gar nicht mehr rückvollziehen, wie und wo kultiviert wurde. Optisch attraktive, saubere Ware muß keine Garantie für die Qualität des Lebensmittels sein. Eine mit höchster Wahrscheinlichkeit vielfach weniger belastete und frischere, inhaltsstoffreichere Qualität erhalten Sie durch das Selbstsammeln der Pflanzen.

Ich freue mich, Ihnen ein umfangreiches und doch bewährtes Kursprogramm anbieten zu können.
Nach wie vor gibt es 4 Tages-Termine zum Thema „Wildfrüchte,-gemüse,-kräuter. Erkennen, Sammeln und Genießen“. An diesen 4 Tagen wird Basiswissen zum Erkennen, Sammeln und Verarbeiten von Wildkräutern und –früchten vermittelt.
Es handelt sich um Tageskurse in der Kleingruppe auf denen wir wandern, sammeln, kochen und verkosten.

Mit der Zeit werden Sie viele dieser Pflanzen schätzen lernen und Sie werden Ihnen auf Ihren täglichen Wegen als “gute Bekannte” begegnen.
In unserer Freizeit streifen meine Töchter und ich gerne durch die Wiesen, Wälder und Weinberge um zu entdecken und zu sammeln was die Natur uns bietet. Jede Wanderung ist ein eindrucksvolles Erlebnis das uns miteinander, mit den Pflanzen die wir finden und mit der Landschaft in der wir uns bewegen verbindet und die uns auch zu unseren eigenen Wurzeln des Jägers und Sammlers zurückführen.

Es macht viel Spaß diese Schätze der Natur miteinander zuzubereiten und zu verspeisen und noch mehr Spaß macht es zu besonderen Anlässen die verschiedensten süßen und pikanten Speisen je nach Jahreszeit zusammenzustellen und zu einem üppig dekorierten “Blühenden Buffet” aufzubauen.

Zusätzlich zum Vertiefen dieses Wissens biete ich Aufbauseminare an, die Spezialthemen

„Kräuterkosmetik“,

„Kräuterheilkunde“,

„Gartenplanung und –gestaltung“,

„Kräuter- und Wildfruchtspezialitäten“ und

„Kreative Produkte aus Kräutern“ vermitteln.

Dieses Aufbauwissen wird auch von erfahrenen kräuterkundigen Gastreferenten vermittelt.
Die Kurse können alle einzeln (=tageweise), aber auch als Lehrgang „Nahrhafte Landschaft“ in Modulform (alle 4 Basiskurse am Ort Ihrer Wahl + 2 Aufbauseminare Ihrer Wahl) gebucht werden.
Die Aufbauseminare finden im Traumgarten Tannberg, OÖ (etwa 25 Minuten von Salzburg Stadt entfernt), statt. Die Teilnehmer des Lehrganges schließen mit kräuterbezogener Abschlussarbeit und Präsentation ab.

Auch die vielen hundert Kinder die uns schon auf unseren Kräuterwanderungen begleitet haben sind auf den Geschmack und den Spaß des Selbersuchens und -sammelns gekommen. Es ist eine Freude mit anzusehen wie sie sich über jedes Pilzchen, jede Beere, die sie entdecken, freuen. Kräuterwanderungen für Kinder und Erwachsene finden ab Frühjahr 2011 in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Buchberg statt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei dieser kulinarischen Entdeckungsreise durch unsere Wälder und Wiesen!